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Redaktions-TippTSE READY

DISH by METRO

Hybrid-Cloud Ökosystem für Restaurants, Cafés und Bars

Düsseldorf
Seit 2018
287 Bewertungen
4.3von 5 Sternen
Monatlich ab
69 € - 149 €
Hardware ab
800 €
Testphase
30 Tage
87
Editorial Score
Hardware85
Software88
Service82
Preis/Leistung92
Bedienung80

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DISH POS im ausführlichen Test

Fazit der Redaktion

Das Metro-Kraftpaket mit All-in-One Anspruch – DISH liefert ein beeindruckendes Ökosystem für die Gastronomie. Die Kombination aus Hybrid-Cloud-Sicherheit, mächtigem Reservierungssystem und Website-Baukasten ist im Markt einzigartig. Allerdings erkauft man sich den Funktionsumfang mit einem stellenweise unübersichtlichen Backoffice.

DISH POS Benutzeroberfläche – Übersichtliche Kategorien und schnelle Bestellaufnahme

DISH POS Benutzeroberfläche – Übersichtliche Kategorien und schnelle Bestellaufnahme

System-Architektur: Hybrid-Cloud mit Ausfallsicherheit

DISH setzt auf einen cleveren Hybrid-Ansatz, der das Beste aus zwei Welten vereint:

  • Cloud-Basis: Alle Daten werden sicher auf Metro-Servern gespeichert, weltweiter Zugriff möglich
  • Lokaler Mini-Server: Ein kleiner Server im Betrieb cached alle relevanten Daten lokal
  • Ausfallsicherheit: Bei Internetausfall läuft der Kassenbetrieb ungestört weiter
  • Automatische Synchronisation: Sobald die Verbindung zurück ist, gleichen sich die Daten ab
  • Dieser Ansatz ist durchdacht: Gastronomen profitieren von Cloud-Vorteilen (Updates, Fernzugriff, Skalierbarkeit), ohne bei einem Provider-Ausfall oder Router-Problem handlungsunfähig zu sein.

    Das DISH-Ökosystem: Der stärkste Punkt

    Hier spielt DISH seine volle Stärke aus. Das Ökosystem ist mehr als nur eine Kasse – es ist eine digitale Infrastruktur für den gesamten Gastro-Betrieb:

    Website-Baukasten: Gastronomen können ihre eigene Website erstellen und pflegen. Speisekarten, Preise, Öffnungszeiten – alles selbst anpassbar, ohne Agentur oder Programmierkenntnisse.

    Online-Shop für Speisen: Kunden können direkt über die Website bestellen. Die Integration in die Kasse ist nahtlos, eingehende Bestellungen erscheinen automatisch.

    Reservierungssystem (Highlight): Das Reservierungsmodul ist außergewöhnlich durchdacht:

  • Tisch- oder sogar platzgenaue Buchungen möglich
  • Gäste können selbstständig stornieren oder ändern (reduziert No-Shows und Telefonanrufe)
  • Automatische Bestätigungen und Erinnerungen
  • Übersichtlicher Belegungsplan für das Service-Team
  • Die Verzahnung dieser Module spart echte Arbeitszeit. Ein Gast reserviert online, bestellt vorab sein Essen, erscheint und zahlt – ohne dass das Personal manuell eingreifen muss.

    Hardware & Praxis

    Die Hardware-Basis überzeugt im Alltag:

    Android-Kassen: Sehr schnelle Reaktionszeiten, flüssige Bedienung auch bei vielen parallelen Vorgängen. Die Touch-Displays sind responsiv und gut ablesbar.

    Handhelds: Praktisch für die mobile Bestellaufnahme am Tisch. Einziger Kritikpunkt: Die Displays könnten minimal größer sein – bei komplexen Speisekarten wird es eng.

    Unify Access Points: Ein oft unterschätzter Vorteil. DISH bietet professionelle WLAN-Hardware, die auch große Flächen (Biergärten, mehrstöckige Lokale) zuverlässig abdeckt. Funklöcher und Verbindungsabbrüche sind damit Geschichte.

    Admin & Backoffice: Licht und Schatten

    Hier zeigt sich das klassische Dilemma eines Feature-reichen Systems: Viel Funktionalität, aber auch viel Komplexität.

    Was richtig gut funktioniert:

  • Weltweiter Zugriff: Auswertungen und Einstellungen von überall erreichbar
  • Tops/Flops Analyse: Das Auswertungstool für Renner und Penner ist inhaltlich exzellent. Welche Gerichte laufen, welche nicht – auf einen Blick erkennbar
  • DATEV-Schnittstelle: Daten fließen direkt zum Steuerberater, spart manuelle Arbeit
  • Was im Alltag nervt:

  • Z-Bon Suche: Um einen bestimmten Tagesabschluss zu finden, muss die Nummer manuell eingetippt werden. Eine Kalenderauswahl oder Suchfunktion nach Datum wäre hilfreicher
  • Schichtberichte: Nur für Einzeltage abrufbar. Wer eine Auswertung über mehrere Tage braucht, muss jeden Tag einzeln laden – das kostet Zeit
  • Funktionsüberflutung: Das Backoffice bietet gefühlt zu viele Menüpunkte. Neue Nutzer brauchen Zeit, um sich zurechtzufinden
  • Das ist kein Dealbreaker, aber im täglichen Bürobetrieb spürbar. Hier wäre weniger mehr.

    Support-Check: Gute Zeiten, schwankende Tiefe

    Die Erreichbarkeit ist vorbildlich:

  • Montag bis Sonntag, 8-22 Uhr
  • Auch am Wochenende kompetente Hilfe verfügbar
  • Gute Schritt-für-Schritt Anleitungen online abrufbar
  • Die Einschränkung: Die technische Tiefe der First-Level-Mitarbeiter variiert. Bei komplexeren Fragen müssen Supporter oft selbst nachschauen oder Rücksprache halten. Das führt zu Wartezeiten in der Leitung. Für Standardfragen ist der Support top, für Spezialfälle braucht man Geduld.

    Preismodell: Planbar und transparent

    DISH setzt auf ein Abo-Modell:

  • Planbare Kosten ohne versteckte Gebühren
  • Verschiedene Pakete je nach Funktionsumfang (ab 69€/mtl)
  • Hardware ab 800€ (schnelle Android-Kassen)
  • DATEV-Schnittstelle inklusive (kein Aufpreis)
  • Das Preismodell ist fair und transparent. Gastronomen wissen genau, was sie monatlich zahlen.

    Redaktionelles Fazit: Unser Gesamturteil

    DISH by METRO ist ein Kraftpaket mit beeindruckendem Funktionsumfang. Das Ökosystem aus Kasse, Reservierung, Website und Online-Shop ist im deutschen Markt einzigartig gut integriert. Die Hybrid-Cloud-Architektur bietet echte Ausfallsicherheit, die Hardware ist schnell und die WLAN-Abdeckung durch Unify Access Points professionell.

    Wer sollte zugreifen? Restaurants, Cafés und Bars, die eine digitale Rundum-Lösung suchen. Besonders attraktiv für Betriebe, die Online-Reservierungen und Bestellungen professionalisieren wollen, ohne drei verschiedene Anbieter zu jonglieren.

    Wer sollte Abstand halten? Gastronomen, die ein schlankes, minimalistisches System bevorzugen. Wer nur eine Kasse braucht und kein Ökosystem, ist mit DISH möglicherweise überversorgt.

    Die Kritikpunkte sind real, aber verkraftbar: Das Backoffice ist nicht perfekt, die Berichts-Workflows könnten eleganter sein, und der Support hat bei Spezialfragen Luft nach oben. Unter dem Strich überwiegen die Stärken deutlich.

    Bewertung: 87/100 Punkten

    Über DISH by METRO

    DISH by METRO hat sich als einer der innovativsten Anbieter im deutschen Gastro-Markt etabliert. Die Plattform wurde speziell für Restaurants, Cafés und Bars entwickelt und profitiert vom umfangreichen Know-how des METRO-Konzerns. Das technische Fundament ist eine Hybrid-Cloud-Architektur: Daten werden sicher in der Cloud gespeichert, aber ein lokaler Mini-Server im Betrieb sichert den Betrieb auch bei Internetausfall. Die Hardware setzt auf schnelle Android-Kassen und praktische Handhelds, unterstützt von Unify Access Points für optimale WLAN-Abdeckung auch auf großen Flächen. Das eigentliche Killer-Feature ist das DISH-Ökosystem: Ein Baukasten für Website und Online-Shop (Speisen und Preise selbst anpassbar), ein mächtiges Reservierungssystem mit Gäste-Self-Service (tisch- oder platzgenaue Buchung, eigenständige Stornierung/Änderung durch Gäste) und die nahtlose METRO-Integration. Das Abo-Modell sorgt für planbare Kosten, die DATEV-Schnittstelle ist inklusive. Support ist Mo-So von 8-22 Uhr erreichbar. Kritikpunkt: Das Backoffice ist funktional überladen und das Berichtswesen teilweise umständlich.