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SumUp POS im ausführlichen Test
Fazit der Redaktion
Der flexible Allrounder für Starter & Mobile – SumUp macht den Einstieg in professionelles Kassieren so einfach wie nie zuvor. Das Londoner Fintech bietet mit seinem Baukasten-Prinzip für jeden Bedarf die passende Lösung: von der kostenlosen App bis zum vollwertigen Pro-System. Der Clou: Kasse, Kartenzahlung und Geschäftskonto aus einer Hand. Für Gründer und Kleinunternehmer ist das ein Traum – für wachsende Betriebe lohnt sich jedoch ein genauer Blick auf die Transaktionskosten.
Das Baukasten-Prinzip: App, Lite oder Pro?

SumUp Produktkatalog – Übersichtliche Artikelverwaltung auf dem Tablet
SumUp verfolgt einen modularen Ansatz, der sich an unterschiedliche Geschäftsgrößen anpasst:
Die kostenlose App: Der Einstieg kostet buchstäblich nichts. Die SumUp-App verwandelt jedes Tablet in eine Kasse. Monatliche Gebühren? Fehlanzeige. Man zahlt nur, wenn Kunden mit Karte zahlen: 1,39% pro Transaktion. Für Gelegenheitsnutzer oder den Start perfekt.
Kassensystem Lite (349€ einmalig): Wer dedizierte Hardware bevorzugt, erhält für eine Einmalzahlung das Solo-Kartenterminal und ein Kassendisplay. Keine monatlichen Fixkosten – es bleibt bei den 1,39% Transaktionsgebühr. Ideal für Betriebe mit überschaubarem Kartenanteil.
Kassensystem Pro (ab 45€/Monat): Die Profi-Variante für ernsthafte Gastronomen. Hier sinkt die Transaktionsgebühr auf 0,80%, dafür gibt es monatliche Fixkosten. Im Paket enthalten: iPad mit Halterung, Kassenschublade, Bondrucker mit integrierter TSE und WLAN-Router. Plus: Professionelle Features wie Tischverwaltung und erweiterte Berichte.
Die Entscheidung zwischen Lite und Pro ist reine Mathematik: Ab welchem Kartenumsatz lohnt sich das Abo?
Payment First: Die DNA von SumUp
Was SumUp von klassischen Kassenanbietern unterscheidet: Das Unternehmen kommt aus dem Payment-Geschäft, nicht aus der Kassenwelt. Dieser Ursprung prägt das gesamte Ökosystem.
Der Vorteil ist spürbar: Alles funktioniert nahtlos aus einer Hand. Kartenterminal, Kassensoftware und – wenn gewünscht – sogar das Geschäftskonto stammen vom selben Anbieter. Keine Schnittstellenprobleme, keine verschiedenen Ansprechpartner, keine separaten Verträge.
Die Kartenakzeptanz ist umfassend:
Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 2-3 Werktagen – für Kleinunternehmer ohne Kreditlinie ein wichtiger Faktor.
Hardware & Setup: Bring Your Own Device
SumUp setzt auf maximale Flexibilität bei der Hardware:
BYOD-Prinzip: Die App läuft auf vorhandenen Tablets. Wer bereits ein iPad oder Android-Tablet besitzt, kann sofort starten – ohne Hardware-Investition.
Pro-Paket: Das vorkonfigurierte Komplettpaket nimmt alle Einrichtungsarbeit ab. Auspacken, einschalten, loslegen.
Die Einrichtung ist denkbar einfach: Video-Tutorials führen Schritt für Schritt durch den Prozess. Die meisten Nutzer sind innerhalb einer Stunde startklar.
Kritische Hinweise zur Hardware:
iOS-Abhängigkeit: Das Pro-System ist ausschließlich mit iPads kompatibel (ab iOS 13). Wer Android bevorzugt, schaut in die Röhre.
Akkulaufzeit: Vereinzelte Nutzerberichte bemängeln die Akkuleistung bei intensiver Nutzung des Solo-Terminals. Für ganztägigen mobilen Einsatz empfiehlt sich eine Powerbank als Backup.
Finanzamt & Recht: Alles im grünen Bereich
Für deutsche Unternehmer entscheidend: Ist das System finanzamtsicher?
Die Antwort ist eindeutig Ja:
Der Offline-Modus funktioniert eingeschränkt: Barzahlungen sind ohne Internet möglich, Kartenzahlungen nicht. Für reine Barzahler kein Problem, für Betriebe mit hohem Kartenanteil eine Einschränkung.
Die Kosten-Frage: Wann lohnt sich Pro?
Hier wird es interessant – und hier sollten Gründer genau rechnen:
Beispielrechnung:
Break-Even-Punkt: Bei einem monatlichen Kartenumsatz von ca. 7.600€ gleichen sich die Kosten aus. Darüber spart Pro bares Geld, darunter ist Lite günstiger.
Die Faustregel: Wer regelmäßig mehr als 250€ Kartenumsatz pro Tag macht, fährt mit Pro besser.
Versteckte Kosten? Keine. SumUp ist hier vorbildlich transparent. Was auf der Website steht, gilt – keine Aktivierungsgebühren, keine Mindestlaufzeiten (außer beim Pro-Abo), keine bösen Überraschungen.
Realitäts-Check: Support & Grenzen
Jedes System hat seine Grenzen. Hier sind die von SumUp:
Support-Zeiten – das größte Manko: Der Kundenservice ist an Wochenenden eingeschränkt verfügbar. Für Gastronomen, deren Hauptgeschäft samstags und sonntags stattfindet, ist das ein echtes Problem. Ein Systemausfall am Samstagabend um 20 Uhr? Dann heißt es improvisieren.
Funktionstiefe für komplexe Betriebe: SumUp ist auf Einfachheit getrimmt. Das ist Stärke und Schwäche zugleich:
Zielgruppen-Match: Perfekt für Cafés, Imbisse, Food Trucks, Friseure, kleine Boutiquen, Dienstleister und Marktstände. Nicht geeignet für Filialisten, gehobene Gastronomie mit Gang-Menüs oder Betriebe mit komplexer Warenwirtschaft.
Redaktionelles Fazit: Unser Gesamturteil
SumUp hat den Kassensystem-Markt demokratisiert. Starten war noch nie so einfach – und noch nie so günstig. Das Baukasten-Prinzip ermöglicht einen risikofreien Einstieg ohne Vertragsbindung und hohe Vorabinvestitionen.
Wer sollte zugreifen? Gründer, Kleinunternehmer, mobile Anbieter und alle, die eine unkomplizierte Lösung suchen. Besonders attraktiv: Food Trucks, Marktstände, Cafés, Friseure und Dienstleister. Die Integration von Kasse, Payment und Geschäftskonto ist einzigartig im Markt.
Wer sollte genauer hinschauen? Betriebe mit hohem Transaktionsvolumen sollten die Gebührenstruktur durchrechnen. Die 1,39% bei Lite klingen harmlos, summieren sich aber bei 10.000€ monatlichem Kartenumsatz auf 139€ – da ist das Pro-Abo mit 45€ plus 80€ (0,80%) günstiger.
Wer sollte Abstand halten? Gastronomen, die auf Wochenend-Support angewiesen sind. Betriebe mit komplexen Anforderungen an Warenwirtschaft oder Filialsteuerung. Unternehmen, die zwingend Android-Hardware nutzen wollen.
Unser Urteil: SumUp ist der perfekte Einstieg – aber nicht zwingend das System für die Ewigkeit. Wer wächst, sollte bereit sein, perspektivisch auf ein Feature-reicheres System umzusteigen. Für den Start und für viele Kleinbetriebe ist SumUp jedoch genau richtig.
Bewertung: 78/100 Punkten
Über SumUp POS
Das Londoner Fintech SumUp hat sich als führender Anbieter für mobile Zahlungslösungen etabliert und bietet mittlerweile ein vollständiges Kassensystem-Ökosystem für Kleinunternehmen, Cafés, Dienstleister und Einzelhändler. Das Besondere am SumUp-Ansatz ist das modulare Baukasten-Prinzip: Die kostenlose App verwandelt jedes Tablet in eine Kasse (nur 1,39% Transaktionsgebühr). Das Lite-Paket (349€ einmalig) bietet dedizierte Hardware ohne monatliche Kosten. Das Pro-System (ab 45€/Monat) richtet sich an professionelle Gastronomen mit Tischverwaltung, TSE und reduzierten Gebühren (0,80%). Die Payment-DNA von SumUp zeigt sich im nahtlosen Ökosystem: Kartenterminal, Kassensoftware und Geschäftskonto stammen vom selben Anbieter. Akzeptiert werden alle gängigen Karten (Visa, Mastercard, Amex, Apple Pay, Google Pay). Die Auszahlung erfolgt in 2-3 Werktagen. Alle Systeme sind GoBD- und KassenSichV-konform. Die TSE ist bei der Pro-Version im Epson-Bondrucker integriert. DATEV-Export und Cloud-Speicherung sind inklusive. Einschränkung: Der Support ist am Wochenende limitiert – für Gastronomen ein echtes Manko.